"Aller Anfang ist schwer"

 

 

 

Diese alte Volksweisheit klingt so banal, dass wir ihre Tragweite leicht übersehen. Eine Arbeit zu erlernen, erscheint mitunter schwer, aber weil wir es erlernen müssen, kämpfen wir uns verbissen durch. In der Schule einen Gegenstand zu erlernen, mag für manche fast unüberwindlich erscheinen. Doch auch die Schule müssen wir bewältigen, und es wird alles unternommen, um die Prüfungen zu schaffen. Steht jedoch eine Beschäftigung an, die uns anempfohlen wird aber die wir nicht machen müssen und die uns nicht gerade Freude macht, dann sind wir geneigt, es sein zu lassen. Ob es um das Bergsteigen, das Schachspiel oder die Beziehung mit Gott geht, es braucht überall das Lernen, und da kann aller Anfang schwer sein. Denn mit jedem Neubeginn müssen wir unser ganzes Menschsein in eine neue Bahn lenken, die es zu finden gilt und an die wir uns gewöhnen müssen. Das ist vergleichbar mit der Spurensuche eines Detektivs.

 

 

 

Hannes Binder, Priester im Kloster Hartberg